Wer kommt Rembrandt am nächsten?
Um dieser Frage nachzugehen, wurden die teilnehmenden KI‑Modelle in insgesamt drei Testläufen geprüft. Der erste Durchgang scheiterte jedoch nahezu vollständig – ein Ergebnis eines unpräzise formulierten Prompts, der die Modelle in eine falsche Richtung lenkte. Auf Grundlage der anschließenden Analyse wurde der Prompt für den zweiten Testlauf gezielt überarbeitet, wodurch eine deutlich realistischere Bewertung der Rembrandt‑Nähe möglich wurde.
Die Testkandidaten:
- Flux 2 Max von Black Forest Lab
- SeeDream 4 von Bytedance
- SeeDream 5 Lite von Bytedance
- Imagen 4 von Google
- Nano Banana von Google
- Image 01 von Minimax
- Photon von Luma
Der erste Prompt für die Bilderzeugung:
“Ein detailliertes Gemälde, im Stil Rembrandt, das eine Frühlingslandschaft zeigt. Die Szene zeigt üppige Wiesen voller lebendiger Frühlingsblumen neben einem sanften, lieblichen Bach. Das Gemälde fängt die reichen Texturen und lebendigen Farben der Blumen und des fließenden Wassers ein.“
Prompt für die Analyse:
„Analysiere folgende Bildreihe und beschreibe sie mit kurzen Worten. Anschließend bewerte mit einer Skala von 1 bis 10 (1 ist schlecht – 10 ist sehr treffend), wie die einzelnen Bilder nahe an Rembrandts Stil kommen.“
System Prompt:
“Du bist ein anerkannter Kunstkritiker und sitzt in einer Jury”
Und hier das vernichtende Urteil des ersten Durchgangs:
“Fazit der Jury: Als Kunstkritiker muss ich feststellen, dass diese Bildreihe stilistisch völlig an Rembrandt van Rijn vorbeigeht. Die Werke sind visuell ansprechend, farbenfroh und zeigen meisterhafte idyllische Landschaften – sie ordnen sich jedoch eher in die Tradition der Spätromantik, der Hudson River School oder moderner Fantasy-Illustrationen ein. Das fundamentale Fehlen von Chiaroscuro (dem dramatischen Kampf zwischen tiefem Schwarz und theateralischem Licht) und die Abwesenheit einer erdigen Farbpalette machen es unmöglich, hier Rembrandts Duktus zu erkennen.”
Die Analyse:
Sehr geehrtes Publikum, werte Kunstfreunde. Als Kunstkritiker habe ich diese Bildreihe eingehend studiert. Lassen Sie mich vorab sagen: Wir haben es hier mit einer Serie von unbestreitbar idyllischen, geradezu bukolischen Landschaftsaufnahmen zu tun. Sie schwelgen in floraler Pracht und fangen das Licht des Frühlings oder Frühsommers auf geradezu romantische Weise ein.Die Frage lautet jedoch, wie nah diese Werke dem Stil des großen holländischen Meisters Rembrandt van Rijn kommen. Um dies zu bewerten, müssen wir uns Rembrandts Stil ins Gedächtnis rufen: Er ist der Meister des Chiaroscuro (Helldunkelmalerei). Seine Farbpalette ist erdig, dominiert von tiefem Braun, Ocker, Gold und Schwarz. Seine Landschaften (wie z. B. Die Landschaft mit der Steinbrücke) sind oft düster, stürmisch, dramatisch und weisen einen rauen, pastosen Pinselstrich (Impasto) auf. Fröhliche, bunte Blumenwiesen in grellem Sonnenlicht sind bei ihm praktisch nicht existent.
Die Bewertungen für die einzelnen Bilder sind unter den Bilder selbst!
Und hier der zweite Durchgang:
Der zweite Prompt wurde soweit abgeändert, dass er dem Stil Rembrandts entsprach. Der Prompt für die Analyse blieb unverändert.
Der zweite angepasste Prompt für die Bilderzeugung:
“Ein detailliertes Gemälde, im Stil Rembrandt, das eine Frühlingslandschaft zeigt. Die Szene zeigt üppige Wiesen voller lebendiger Frühlingsblumen neben einem sanften, lieblichen Bach. Als Meister des Chiaroscuro (Helldunkelmalerei), ist die Farbpalette des Gemälde erdig, dominiert von tiefem Braun, Ocker, Gold und Schwarz gehalten. Die ist düster, stürmisch, dramatisch und weisen einen rauen, pastosen Pinselstrich (Impasto) auf.“
Und hier das Urteil des zweiten Durchgangs:
“Fazit der Jury: Bild 7 fängt die Essenz von Rembrandts Schwere und seiner meisterhaften Lichtdramatik (ohne Kitsch) am besten ein. Bilder 3 und 4 sind schöne Landschaften, scheitern aber völlig an der kunsthistorischen Vorgabe.”
Die Analyse:
Sehr geehrte Damen und Herren, als Mitglied dieser Jury betrachte ich diese faszinierende Bildreihe mit dem analytischen Blick für historische Stilistik.
Um diese Werke im Kontext von Rembrandt Harmenszoon van Rijn zu bewerten, müssen wir uns seine charakteristischen Merkmale ins Gedächtnis rufen: Rembrandt war der Meister des Chiaroscuro (der Helldunkel-Malerei). Seine Landschaften (die er seltener malte als Porträts) sind geprägt von einer dramatischen, oft melancholischen Atmosphäre, einem stark reduzierten, erdigen Kolorit (Ocker, tiefe Brauntöne, olivfarbenes Grün) und einem pastosen, fast rauen Pinselduktus. Ein strahlender Frühlingsmorgen mit bunten, detaillierten Blumen ist per se ein eher „un-rembrandtsches“ Motiv.
Die Bewertungen für die einzelnen Bilder sind unter den Bilder selbst!
Und der letzte Durchgang:
Der letzte Prompt wurde soweit abgeändert, in dem schmückende Beschreibungen wie „lieblich, üppige usw.“ weggelassen wurden. Der Prompt für die Analyse blieb unverändert.
Der letzte angepasste Prompt für die Bilderzeugung:
“Ein detailliertes Gemälde, im Stil Rembrandt, das eine Frühlingslandschaft zeigt. Die Szene zeigt Wiesen mit Frühlingsblumen neben einem Bach. Als Meister des Chiaroscuro (Helldunkelmalerei), ist die Farbpalette des Gemälde erdig, dominiert von tiefem Braun, Ocker, Gold und Schwarz gehalten. Die ist düster, stürmisch, dramatisch und weisen einen rauen, pastosen Pinselstrich (Impasto) auf.”
Das Urteil des letzten Durchgangs:
Fazit der Jury: Bild 7 ist der unangefochtene Gewinner unserer stilistischen Analyse. Es hat verstanden, dass Rembrandt das Licht nicht nutzte, um die Welt hübsch aussehen zu lassen, sondern um das Drama und die Vergänglichkeit der Natur spürbar zu machen.
Die Analyse:
Meine Damen und Herren der Jury, als Kunstkritiker betrachte ich diese Bildreihe mit fasziniertem, aber auch überaus strengem Blick. Wenn wir den Namen Rembrandt van Rijn in den Mund nehmen, suchen wir nach ganz spezifischen Merkmalen: der meisterhaften Helldunkelmalerei (Chiaroscuro), einer erdigen, warmen Farbpalette (Ocker, Umbra, tiefe Brauntöne), einem dramatischen, fast melancholischen Umgang mit Licht und einem sichtbaren, pastosen Pinselduktus.
Fazit der Testreihe:
Im Vergleich der KI‑Modelle, die darauf getestet wurden, wie überzeugend sie Rembrandts malerische Handschrift nachbilden, setzt sich Photon von Luma an die Spitze. Mit einem Preis von nur $0.03 pro Bild bietet es nicht nur die größte stilistische Nähe zum Meister des Hell‑Dunkels, sondern auch das beste Verhältnis von Kosten zu künstlerischer Qualität.
Besonders im letzten, präziser eingegrenzten Testlauf lagen ‘black-forest-labs/flux-2-max’ mit 8/10 und ‘luma/photon’ mit 9,5/10 sehr nahe an Rembrandt – ein Ergebnis, das die feinen Unterschiede in Lichtführung, Textur und malerischer Tiefe deutlich sichtbar macht.
Google Nano Banana Pro zeigt zwar interessante Ansätze in Lichtführung und Stofflichkeit, erreicht jedoch trotz seines hohen Preises von $0.15 – dem Fünffachen des Siegers – nur Platz drei. Dazwischen positioniert sich Flux 2 Max von Black Forest Labs: Für $0.07 liefert es solide Ergebnisse, die Rembrandts charakteristische Tiefe teilweise einfangen, bleibt jedoch hinter der Präzision des Spitzenreiters zurück.
Die übrigen vier Modelle bewegen sich mit $0.01 bis $0.04 ebenfalls im unteren Preisbereich und bieten damit attraktive Optionen für Experimente, Studien oder größere Bildserien – auch wenn ihre Rembrandt‑Annäherung weniger ausgeprägt ist.
Die Rangliste der KI-Modelle
1. Photon von Luma 8,75 $0,03
2. Flux 2 Max von Black Forest Labs 6,00 $0,07
3. Nano Banana Pro von Google 5,50 $0,15
4. Seedream 4 von Bytedance 4,50 $0,03
5. Seedream 5 Lite von Bytedance 3,50 $0,04
6. Image 01 von Minimax 3,00 $0,01
7. Imagen 4 von Google 2,50 $0,04
Die Bewertungen für die einzelnen Bilder sind unter den Bilder selbst!




















