Dies ist mein zweiter Versuch ein Gemälde mittels KI zu erstellen.

Das Bild

Im Vordergrund ein herbstlicher Baum an dem ein Weg vorbei zu einer fernen Kirche führt. Neben der Kirche befindet sich ein ummauerter Friedhof, alles umhüllt im Nebel. Auf dem Weg ein Trauerzug mit einem Leichenwagen.

Meine Standard-KI stieß hier sehr schnell an Grenzen. Vor allem das Zeichnen der Pferde und des Leichenwagens gestalteten sich als äußerst schwierig.

  • Der Trauerzug sollte sich zur Kirche hin bewegen, was die KI zu 90% verweigerte.
  • Bei den Pferden fehlte öfters ein Bein.
  • War der Zug Richtung Kirche gedreht, befand sich das oder die Pferde nicht vor dem Wagen, sondern neben ihm.
  • Des öfteren verschmolzen die Pferde mit Menschen zusammen.
  • Sehr oft hatten die Leichenwagen nur drei Räder.
  • Und schien mal alles perfekt zu sein, dann fehlte der Kutscher der das oder die Pferde lenken sollte auf dem Bock oder über das ganze Bild waren Gräber verteilt.

Langsam stieg in mir das Gefühl hoch dass die KI mich veräppeln wollte. Daher beschloss ich auch mal andere Tools auszuprobieren. Die „dachten“ größenteils moderner und deren Leichenwagen waren motorisiert.

Als Stile habe Ich einige Meister der Impasto-Technik ausgewählt. Das wären:

Gut dass mein Standard-Tool mich nur ein paar € pro Jahr bei unbegrenzter Anzahl von Bilder (?) kostet. Bei anderen von mir verwendeten Tools zahlt man pro Bild mit sogenannten Token und da wird Ausschuss teuer.

Was die Anweisung der Richtung des Trauerzuges betrifft, die wurde von allen Tools standhaft ignoriert.

Analyse

Diese Serie von zehn KI-generierten Bildern zeigt eine atmosphärische Auseinandersetzung mit dem Thema Abschied und Vergänglichkeit. Hier ist die detaillierte Analyse basierend auf deinem Schema:

1. Hauptmotiv

Das zentrale Thema ist ein Begräbniszug (Leichenzug), der sich über einen unbefestigten, oft matschigen Weg in Richtung einer ländlichen Kirche bewegt.

  • Aktion: Eine Gruppe von Trauernden in schwarzer Kleidung folgt einem Leichenwagen. Interessanterweise variiert das Motiv zwischen historischen, von Pferden gezogenen Kutschen (Bilder 1, 3, 9, 10) und modernen motorisierten Leichenwagen (Bilder 2, 5, 7, 8).

  • Rahmung: Ein mächtiger, knorriger Baum mit leuchtend herbstlichem Laub dominiert den linken Bildvordergrund, während im Hintergrund eine steinerne Kirche und ein Friedhof mit alten Grabsteinen zu sehen sind.

Der Stil ist eindeutig der Impasto-Ölmalerei zuzuordnen (ähnlich dem Impressionismus oder Expressionismus).

  • Pinselstriche: Die Technik zeichnet sich durch einen extrem dicken Farbauftrag aus, der oft wie mit einem Malmesser (Spachteltechnik) aufgetragen wirkt. Die Textur ist haptisch und reliefartig; die Blätter des Baumes und der Matsch des Weges bestehen aus einzelnen, groben Farbtupfern.

  • Perspektive: Die „Kamera“ befindet sich auf Augenhöhe oder leicht darunter, was dem großen Baum eine imposante, fast beschützende oder erdrückende Präsenz verleiht. Es wird eine weite Brennweite simuliert, um die gesamte Szenerie von Baum bis Kirche einzufangen.

  • Lichtquelle: Das Licht ist diffus und indirekt, was auf einen nebligen, bewölkten Herbsttag hindeutet. Es gibt keine harten Schlagschatten. Der Hintergrund scheint in hellem, fast weißem Nebel zu verschwimmen, was eine starke Tiefenwirkung erzeugt.

  • Farbpalette: Es herrscht ein starker Komplementärkontrast zwischen den warmen Tönen des Baumes (leuchtendes Orange, Rostrot, Goldgelb) und den kühlen, tristen Tönen der Umgebung (Nebelgrau, fahles Grün, schlammiges Braun). Das tiefe Schwarz der Trauernden bildet den schärfsten Kontrastpunkt im Bild.

  • Aufbau: Die Bilder nutzen geschickt Führungslinien. Der kurvige Weg leitet den Blick des Betrachters von vorne rechts oder links hinein in die Tiefe zur Kirche. Der Baum auf der linken Seite fungiert als „Repoussoir“ (Vordergrundelement), das dem Bild Stabilität gibt und den Blick einrahmt. Die Komposition ist meist asymmetrisch, was die Dynamik des Gehens unterstreicht.

  • Stimmung: Die Atmosphäre ist melancholisch, andächtig und friedlich. Die Kombination aus dem „sterbenden“ Herbstlaub und der Beerdigung verstärkt das Motiv der Vergänglichkeit (Vanitas). Der Nebel wirkt isolierend und erzeugt eine zeitlose, fast geisterhafte Ruhe.

Die Bildserie ist eine handwerklich beeindruckende Simulation traditioneller Ölmalerei. Sie verknüpft das menschliche Schicksal (der Tod) mit dem Zyklus der Natur (der Herbst). Besonders faszinierend ist der anachronistische Mix in der Serie: Während der Malstil und die Landschaft an das 19. Jahrhundert erinnern, bricht das Auftauchen moderner Autos (Bilder 7 & 8) die historische Illusion auf und holt das Thema in die Gegenwart. Es ist eine kraftvolle visuelle Meditation über den letzten Weg.